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Republik Moldau

Einst als Brotkorb der ehemaligen Sowjetunion bekannt, erklärte die Republik Moldau die Unabhängigkeit im Jahr 1991. Das Land kämpfte mit den Umstellungen zurecht zu kommen. Zusätzlich führten Ängste unter der ethnisch-russischen beziehungsweise ukrainischen Bevölkerung dazu, dass das Gebiet östlich des Dnister Flusses - Transnistrien - abtrünnig wurde; ein teils bewaffneter Konflikt, der bis heute ungelöst blieb.

In den 1990er Jahren wurde die Repblik Moldau von einer schweren Wirtschaftskrise heimgesucht, mit der Folge, dass ein großer Anteil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt. Einst für seine landwirtschaftliche Produktion und erlesene Weine bekannt, ist die Republik Moldau nun eines der ärmsten Länder Europas.

Die Lage verbessert sich seit 2008 langsam, durch stetiges Wirtschaftswachstum. Eine weitere Entwicklung in den letzten Jahren ist die Auswanderung zahlreicher Moldawier auf der Suche nach Arbeit, die meist illegal ins Ausland gehen, um dort Arbeit zu suchen. In der Tat sorgen Geldsendungen, von im Ausland lebenden Moldawiern, für fast 38 Prozent des BIP der Republik Moldau; der zweithöchste Anteil der Welt laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM).

Als Folge der Veränderungen in den letzten Jahrzehnten hat sich die Lebenslage besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen wie Senioren dramatisch verschlechtert. Viele, die ihr ganzes Leben arbeiteten, erfahren jetzt, dass ihre Rente wertlos oder nicht vorhanden ist. Staatliche Unterstützung steht selten oder gar nicht zur Verfügung und da so viele Moldawier im erwerbsfähigem Alter im Ausland leben, werden ältere Familienmitglieder oft allein gelassen. Darüber hinaus bedeuten mangelnde Investitionen im Gesundheitswesen wenige Ärzte oder Krankenschwestern und meist schlechte medizinische Versorgung.


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