Erste Hilfe - Selbsthilfe.

Brot für die Welt - Würde für den Menschen
Ruanda: Die Organisation CSC schult Bäuerinnen und Bauern regelmäßig in Ernährungsfragen, organischem Anbau, Hygiene und Gesundheit © Karin Desmarowitz
Ruanda: Christine Mukakamali beim Anlegen eines Beetes in ihrem kleinen Garten © Karin Desmarowitz
Ruanda: Christine Mukakamali bei der Arbeit in ihrem kleinen Garten © Karin Desmarowitz

Hilfe zur Selbsthilfe

Erste Hilfe ist nur der Anfang. Brot für die Welt sieht Selbsthilfe und Selbstbestimmung als Schlüssel zum großen Ziel: Die Würde jedes einzelnen Menschen zu wahren. Der erste Fokus liegt darauf, dass sich Menschen aus eigener Kraft ausreichend und ausgewogen ernähren können.

Etwa jeder achte Mensch auf der Welt hat nicht genug zu essen. Auffällig ist: 80 Prozent der Hungernden leben auf dem Land, also dort, wo Nahrungsmittel produziert werden. Ihr Hunger hat verschiedene Ursachen: Viele Kleinbauernfamilien verfügen über zu wenig oder unfruchtbares Land. Häufig fehlt es ihnen auch an den nötigen landwirtschaftlichen Kenntnissen. Und nicht selten bekommen sie für ihre Produkte zu geringe Preise oder können mit den hoch subventionierten Agrarprodukten aus den Industriestaaten nicht konkurrieren.

Aber auch sind viele Menschen, obwohl sie genug Nahrungskalorien zu sich nehmen, nicht ausreichend ernährt. Sie leiden unter Mangelernährung. Weltweit sind rund zwei Milliarden Menschen betroffen. Häufig fehlt neben der Verfügbarkeit auch das Bewusstsein darüber, wie wichtig eine ausgewogene Zusammenstellung der Ernährung für den Erhalt der Gesundheit ist. Besteht die Nahrung beinahe gänzlich aus vorwiegend stärkehaltigen Nahrungsmitteln entsteht ein Mangel an Vitaminen, Eiweiß, Eisen, Zink, Jod und anderen Nährstoffen. Dies bremst die Entwicklung der Kinder, ihr Wachstum wird gehemmt und sie leiden an Konzentrationsstörungen.

So hilft Brot für die Welt

In Ruanda leidet beispielsweise fast jedes zweite Kind an Mangelernährung. Gemeinsam mit der Partnerorganisation CSC leistet Brot für die Welt in der Region Muhanga Hilfe zur Selbsthilfe. In Schulungen wird den Familien vermittelt, wie wichtig eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist. Gleichzeitig erhalten sie Unterstützung beim Anlegen von Hausgärten, in denen dann Bohnen, Paprika, Spinat, Auberginen, Papaya und viel anderes Obst und Gemüse angebaut werden kann.

Für die Projektteilnehmerin Christine Mukakamalis hat sich das Leben durch die „drei Farben“, die sich jetzt in ihrem Garten und regelmäßig auf den Tellern wiederfinden, grundlegend geändert. Sie hat nicht nur gelernt, wie sie hinter ihrem Haus einen Garten anlegen kann, sondern ebenso wie sie den Boden mit Kompost und Dünger anreichern und die Pflanzen vor Schädlingen schützen kann. Auch wie die „neuen“ Gemüse gekocht werden müssen, um möglichst viel an Vitaminen zu erhalten. Ihre Kinder sind seither viel weniger krank und haben gute schulische Leistungen.

Wenn Gemüse überbleibt, wird es auf dem Markt verkauft. Ebenso trägt die Mais-Kooperative, der Familie Mukakamalis vor knapp zehn Jahren beigetreten ist, zum Familieneinkommen bei. Der Preis, den die Kooperative für das Kilo Mais erzielt ist viel höher als jener, den eine einzelne Familie bekommen könnte. Der Erlös wird in Bildung investiert, alle Kinder gehen zur Schule – und weil sie ausgewogen ernährt sind, können sie sich das Erlernte auch viel besser merken und blicken hoffnungsvoll in die Zukunft.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit von Brot für die Welt mit Ihrer Spende!

→ Alle Informationen zum Projekt: Drei Farben für ein besseres Leben

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  • Ruanda: Die Organisation CSC schult Bäuerinnen und Bauern regelmäßig in Ernährungsfragen, organischem Anbau, Hygiene und Gesundheit © Karin Desmarowitz
  • Ruanda: Christine Mukakamali beim Anlegen eines Beetes in ihrem kleinen Garten © Karin Desmarowitz
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