Brot für die Welt:
Es ist genug für alle da!

Übergabe des Forderungsbriefs an Botschafter Launsky-Tieffenthal © Mutternacht
Übergabe des Forderungsbriefs an Botschafter Launsky-Tieffenthal © Mutternacht
Übergabe des Forderungsbriefs an Botschafter Launsky-Tieffenthal © Mutternacht

Muttertag – Mutternacht

Jährlich sterben 287.000 Frauen und Mädchen an Komplikationen während der Schwangerschaft und der Geburt. Mit einer besseren Gesundheitsversorgung und Zugang zu Bildung wäre ein Großteil dieser Todesfälle vermeidbar.


Jedes Jahr geht für 287.000 Frauen und Mädchen weltweit an ihrem Muttertag die Sonne unter. Sie sterben an vermeidbaren Komplikationen während der Schwangerschaft und der Geburt – 99 Prozent von ihnen in  Ländern des Globalen Südens.

Die Ursachen sind vielfältig: Mangel- und Unterernährung, fehlendes sauberes Wasser und ein schlechtes bzw. nicht vorhandenes Gesundheitssystem zählen zu den Hauptursachen. Doch auch der schlechte soziale Status von Mädchen und Frauen in vielen Gesellschaften spielt eine große Rolle: Mädchen gehen seltener zur Schule und erhalten häufig weniger medizinische Versorgung als Buben. Darüber hinaus sind Frauen und Mädchen oftmals körperlicher Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Viele Mädchen haben keinen Einfluss auf die Wahl ihrer Sexualpartner oder Ehemänner. Zu frühe, zu häufige oder ungewollte Schwangerschaften sind die Folge.

Forderungsbrief an Botschafter Launsky-Tieffenthal

Die Plattform Mutternacht, der Brot für die Welt angehört, nimmt den Muttertag zum Anlass, um auf die hohe Sterblichkeit von Müttern in den Ländern des Südens aufmerksam zu machen und hat am 6. Mai einen Forderungsbrief an den Sektionsleiter des Bereichs Entwicklungszusammenarbeit des Außenministeriums, Botschafter Launsky-Tieffenthal übergeben.

UN-Milleniumsentwicklungsziel zur Senkung der Müttersterblichkeit weit verfehlt

Österreich ist durch seine Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen verpflichtet, zur Senkung der Müttersterblichkeit beizutragen. Doch vor allem im Bereich Müttersterblichkeit und Gesundheitsversorgung für Frauen hinken die Ergebnisse den Erwartungen massiv hinterher. Die österreichische Bundesregierung ist dazu aufgefordert, ausreichend politische und finanzielle Mittel einzusetzen, damit das 5. UN-Milleniumsziel, die Senkung der Müttersterblichkeit um 75%, erreicht werden kann.

„Jeden Tag sterben 800 Frauen hauptsächlich in Ländern des Globalen Südens durch Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt. Fast 90% dieser Frauen könnten überleben, wenn sie ausreichenden Zugang zu einem funktionierenden Gesundheitssystem hätten“, erläutert Simone Peter, Projektreferentin von Brot für die Welt.

Mutterwerden darf nicht durch Armut zum Todesurteil im Leben von Frauen werden!

Mehr Informationen unter: www.mutternacht.at

  • Übergabe des Forderungsbriefs an Botschafter Launsky-Tieffenthal © Mutternacht
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Ihre Ansprechpartnerin


Frau Magª
Simone PETER
Entwicklungspolitische Referentin
Tel.:
+43 (0) 1/ 405 76 31-3104