Unser tägliches Brot ist:
Die Himmelsstürmer von Cerro Corá

Brasilien: Gabriel Martins dos Santos (15 Jahre) mit einem Fußball vor der Kulisse des Zuckerhutes und der Bucht von Botafogo, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien: Gabriel Martins dos Santos (15 Jahre) auf dem Nachhauseweg in seinem Heimatviertel Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien: Gabriel Martins dos Santos (15 Jahre) mit seiner Nichte Paula (4 Jahre) vor ihrem Haus im Stadtteil Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien: Die Adoptivfamilie von Gabriel (15) im Stadtteil Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien:  Fußballtraining auf dem Sportplatz der Favela Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien: Gabriel während des Traninings und dem Fußball-Turnier, das vom Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha) in der Favela Cerro Corá organisiert wurde, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien:  Rahmenprogramm während des Aktionstages in der Favela Cerro Corá (Foto: Jugendliche an einem Trampolin), Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien: Akrobatik-Unterricht und Training für die Zirkusaufführung in Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien:  Gabriel trainiert im Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha) das Jonglieren mit dem Diabolo für die Aufführung im Armenviertel Cerro Corá, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien:  Gabriel übt zusammen mit der Lehrerin Marisa Silva das Vorlesen, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien: Jessica Santos Ferreira (13 Jahre) und ihre Mutter Adriana Oliveira (33) kommen nach Hause, Favela Morro Azul, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien:  Jessica Santos Ferreira (13 Jahre) im Informatik-Unterricht im Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien: Jessica Santos Ferreira (13 Jahre) trainiert am Stofftuch für die Zirkusaufführung in Cerro Corá, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien:  Im Projekt "Olhar Direito" diskutieren die Jugendlichen über Fotos, die sie gemacht haben. Auch Gabriel und Jessica nehmen daran teil, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
Brasilien: Jessica Santos Ferreira (13 Jahre) hat im Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha) Freunde gefunden, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt

Die Himmelsstürmer von Cerro Corá

Mit dem Programm „Kick in ein besseres Leben“ holt die Partner-organisation SERUA Jugendliche von der Straße Rio de Janeiros, bietet ihnen ein zweites Zuhause und neue Perspektiven für ein besseres Leben.


Partnerorganisation: SERUA, Brasilien

„Hier fühle ich mich wohl. Immer weiß jemand einen Rat. Das ist wie eine zweite Familie“, sagt Gabriel Martins dos Santos. Jeden Nachmittag nach der Schule führt der Weg des 15-Jährigen zu SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), einer Organisation, die sich der Kinder und Jugendlichen aus den Favelas Rio de Janeiros annimmt. Er kickt, turnt, jongliert mit dem Diabolo, lernt mit dem Computer umzugehen und studiert nun sogar eine kleine Erzählung ein, die er bei den Auftritten von SERUA in Schulen vorlesen wird.

„Früher hat er viel gestritten, hat keine Hausaufgaben gemacht und ging gerne auf die Straße mit seinen älteren Brüdern“, erzählt Gabriels Adoptivmutter Jaqueline Martins dos Santos, die als Putzhilfe arbeitet. „Aber draußen ist es gefährlich, das ist das Terrain der Banden.“ Die Banden sind für viele Jugendliche die einzige Hoffnung, zu etwas Wohlstand und Ansehen zu kommen. Ein Handy, ein Motorrad – das sind Statussymbole für Kinder, bei denen es zuhause oft nicht einmal zu drei Mahlzeiten reicht. „Die Bosse zahlen dir in einer Woche, was du sonst in einem Monat verdienst“, sagt sie. „Aber das ist eine Falle. Sie führt letztlich ins Gefängnis oder ins Grab.“

Sie selbst hatte genug zu tun mit ihren fünf eigenen Kindern, deren diverse Väter sich weder um den Nachwuchs noch um den Unterhalt scherten. Es gab viel Streit und wenig Geld. Für das adoptierte Nesthäkchen blieb nicht viel Zeit. Gabriel lispelte, blieb in der Schule zurück. Aber einer seiner Brüder nahm ihn vor sechs Jahren mit zu SERUA. Dort bekam er plötzlich Aufmerksamkeit, dort hörte man ihm zu.

Platz zum Spielen, Zeit zum Träumen

Jeden Nachmittag verbringt die 13-jährige Jessica Oliveira im buntbemalten Häuschen von SERUA, in einer ruhigen Seitenstraße unweit des Zentrums von Rio de Janeiro gelegen. Sie ist eine der ersten, die kommt, und eine der letzten, die geht. Sie liebt die Schinkenbrote und den Kuchen, den es jeden Nachmittag zum Abschluss für alle gibt. So unstillbar wie ihr Appetit ist ihr Wissensdurst. Alles macht der quirlige Teenager mit: Zirkus natürlich am liebsten, aber auch Tanz, Computerkurse und Fotografie. „Das hier ist meine Familie, mein Zuhause“, sagt Jessica.

Ihren Vater hat sie nie gekannt, den Rest der Familie hat sie zurücklassen müssen im 1.600 Kilometer entfernten Salvador da Bahía, als sie vor einem Jahr mit ihrer Mutter Adriana Oliveira nach Rio de Janeiro kam. Eine lange Reise ins Ungewisse. Ihre Mutter hatte eine Adresse und ein Jobangebot als Hausmädchen. „Es war für mich eine Chance“, sagt die 33-Jährige. In Bahía lebten sie mit Onkeln und Tanten zusammen. Jeder versuchte, mit Gelegenheitsjobs etwas beizutragen zum Familienunterhalt, aber es reichte hinten und vorne nicht. Ständig gab es Streit – und keine wirkliche Perspektive. In Rio erging es Adriana erst einmal wie vielen Zuwanderern aus dem armen Nordosten: Der versprochene Job erwies sich als Ausbeutung. „Wir mussten auf dem Wohnzimmersofa der Hausherrin zu zweit schlafen“, erzählt die Tochter.

Als Adriana ihre Tochter zum ersten Mal zu SERUA begleitete, standen ihr die Tränen in den Augen: „Ich bin so froh, dass sie Anschluss gefunden hat und etwas, was ihr Spaß macht, und wo sie etwas lernt.“ Dass es ihrer einzigen Tochter gut geht, ist Adriana wichtig. Denn Jessica soll es einmal besser haben.

Projektstatus: laufend

Finanziert durch: Spenden

SpendenHimmelsstürmer von Cerro Corá

  • Brasilien: Gabriel Martins dos Santos (15 Jahre) mit einem Fußball vor der Kulisse des Zuckerhutes und der Bucht von Botafogo, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien: Gabriel Martins dos Santos (15 Jahre) auf dem Nachhauseweg in seinem Heimatviertel Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien: Gabriel Martins dos Santos (15 Jahre) mit seiner Nichte Paula (4 Jahre) vor ihrem Haus im Stadtteil Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien: Die Adoptivfamilie von Gabriel (15) im Stadtteil Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien:  Fußballtraining auf dem Sportplatz der Favela Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien: Gabriel während des Traninings und dem Fußball-Turnier, das vom Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha) in der Favela Cerro Corá organisiert wurde, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien:  Rahmenprogramm während des Aktionstages in der Favela Cerro Corá (Foto: Jugendliche an einem Trampolin), Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien: Akrobatik-Unterricht und Training für die Zirkusaufführung in Cerro Corá, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien:  Gabriel trainiert im Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha) das Jonglieren mit dem Diabolo für die Aufführung im Armenviertel Cerro Corá, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien:  Gabriel übt zusammen mit der Lehrerin Marisa Silva das Vorlesen, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien: Jessica Santos Ferreira (13 Jahre) und ihre Mutter Adriana Oliveira (33) kommen nach Hause, Favela Morro Azul, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien:  Jessica Santos Ferreira (13 Jahre) im Informatik-Unterricht im Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien: Jessica Santos Ferreira (13 Jahre) trainiert am Stofftuch für die Zirkusaufführung in Cerro Corá, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien:  Im Projekt "Olhar Direito" diskutieren die Jugendlichen über Fotos, die sie gemacht haben. Auch Gabriel und Jessica nehmen daran teil, Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha), Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt
  • Brasilien: Jessica Santos Ferreira (13 Jahre) hat im Projekt SERUA (Se Essa Rua Fosse Minha) Freunde gefunden, Rio de Janeiro, Brasilien © Florian Kopp | Brot für die Welt

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