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Bildungschancen für Slumkinder

Indien: Kinder im Unterricht in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Dakshinpuri - ein Stadtviertel in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Dakshinpuri - ein Stadtviertel in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Dakshinpuri - ein Stadtviertel in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Kinder im Unterricht in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Kinder im Unterricht in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Kinder im Unterricht in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Kinder im Unterricht in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Kinder im Unterricht in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Kinder im Unterricht in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Frauen in einem Computerkurs in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
Indien: Frauen in einem Computerkurs in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling

Bildungschancen für Slumkinder

ANKUR hilft durch Bildungsmaßnahmen die Lebensverhältnisse von Frauen und Kindern in den Slums von Neu Delhi zu verbessern.


Partnerorganisation: Ankur Society for Alternatives in Education (ANKUR), Indien

Neu Delhi gehört zu den bevölkerungsreichsten Städten der Erde. Der Zustrom hält auch künfitig an. Besonders für die ländliche Bevölkerung Indiens gelten die großen Städte mit ihren schillernden Reklamespots als Inbegriff für Wohlstand und Erfolg. In der Hoffnung, an diesem besseren Leben teilzuhaben, strömen sie zu Hundertausenden in die Metropole - für viele endet die Reise in einem der tausend Slums, die sich rund um Neu Delhi ziehen.

Weil es meist keine oder nur sehr schlecht bezahlte Arbeit gibt, sind die Menschen gezwungen ihren Lebensunterhalt mit mehreren Tätigkeiten zu bestreiten. Oft müssen auch Kinder mitarbeiten, um das Einkommen der Familie zu sichern und können daher keine Schule besuchen. Obwohl der Unterricht kostenlos ist, müssen Schuluniformen, Bücher und Stifte angeschafft werden. Wenn überhaupt, dann wird üblicherweise der Sohn zur Schule geschickt. Den Kindern werden damit grundlegende Bildungschancen entzogen.

Für Frauen sind die Lebensverhältnisse in den einfachen Wohngebieten besonders schwierig. Neben der Erziehungs- und Hausarbeit leisten sie in den meisten Fällen einen wesentlichen Beitrag zum Lebensunterhalt der Familien und müssen dabei schlecht bezahlte und körperlichanstrengende Arbeit verrichten. Neben Erniedrigungen, Aggressionen und Geringschätzung, aufgrund des Geschlechts, sind sie miserablen Hygienebedingungen ausgesetzt. Obwohl formal abgeschafft, wird in Indien das System der Mitgift weiter praktiziert. Frauen und Mädchen sind nach wie vor mangelernährt, anfälliger für Infektionskrankheiten und schlechter gebildet.

Die Ankur Society for Alternatives in Education (ANKUR) wurde 1983 von einer Frauengruppe gegründet, die sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern, Mädchen und Frauen in den Slums von Neu Delhi einsetzen. Da es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Armut und Analphabetismus gibt, wird ein großes Augenmerk in der Arbeit von ANKUR auf Alphabetisierungskurse gelegt.

ANKUR betreibt aktuell 18 Bildungszentren in verschiedenen Elendsvierteln in Neu Delhi. In allen Slums, in denen ANKUR arbeitet, sind Kinder-, Mädchen- und Frauengruppen entstanden, deren Aktivitäten oft beachtliche Auswirkungen haben. So haben die Mädchengruppen beispielsweise alle Familien in ihrem Slum besucht, um die Eltern zur Einschulung ihrer Kinder zu bewegen. Hundert Kinder wurden daraufhin eingeschult.

Die Lerngruppen für Kinder in den Slums verstehen sich als Ergänzung zur staatlichen Schule. Durch spielerisches Lernen werden Kreativität und Phantasie gefördert, so dass die Kinder schon früh lernen, ihre Bedürfnisse offen zu äußern. Beim Zeichnen, Geschichten erzählen und Singen wird die Persönlichkeitsstruktur der Kinder ermittelt, um besser darauf eingehen zu können. Die älteren Kinder treffen sich in den sechs von ANKUR eingerichteten „Büchereien“, nicht nur zum Lesen sondern auch zum Gedankenaustausch und zur Diskussion. So wird ihr Interesse an gesellschaftspolitischen und sozialen Themen geweckt.

Die Entwicklung der Kinder in den Lerngruppen wird von den Lehrerinnen und Lehrern regelmäßig überprüft, um besondere Fähigkeiten, aber auch Schwächen zu erkennen und gezielt darauf eingehen zu können. Mädchen und Frauen werden in ihren Gruppen zu mehr Selbstsicherheit und Selbständigkeit ermutigt und über ihre Rechte aufgeklärt. Neben der Alphabetisierung geht es in den Gruppen auch um frauenspezifische Themen wie Liebe und Sexualität, Kindheit und Pubertät. In Seminaren und Austauschprogrammen mit anderen Gruppen begegnen sich Mädchen unterschiedlicher Herkunft, Kasten- und Religionszugehörigkeit.

Um eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den Slums zu erzielen setzt ANKUR außerdem stark auf Erwachsenenbildung. Dabei geht es nicht ausschließlich um Alphabetisierungskurse, sondern auch um Bildung in politischen, sozialen, persönlichen und religiösen Belangen.

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Projektstatus: laufend

Finanziert durch: Spenden



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  • Indien: Dakshinpuri - ein Stadtviertel in Neu Delhi © Jörg Boethling
  • Indien: Dakshinpuri - ein Stadtviertel in Neu Delhi © Jörg Boethling
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  • Indien: Frauen in einem Computerkurs in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling
  • Indien: Frauen in einem Computerkurs in einem der Learning Center von ANKUR in Neu Delhi © Jörg Boethling

Auf Grund von Aktivitäten von ANKUR wurden schon hunderte Kinder eingeschult.

Ihre AnsprechpartnerInnen


Frau Magª
Doris ROSENMAYR
Spendeninformation
Tel.:
+43 (0) 1/402 67 54-1109

Frau Magª
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Projektinformation
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