Unser tägliches Brot ist:
Gesundes Essen für alle

Brasilien: Im Kindergarten Schneewittchen kommt nicht nur jeden Tag gesundes Bioessen aus lokalem Anbau auf den Tisch, die Kinder beschäftigen sich auch spielerisch mit gesunder Ernährung © Florian Kopp
Brasilien: Kleinbauer Nilo Schiavon setzt auf Bio-Obst und -Gemüse. Besonders stolz ist er auf seine Kohlköpfe © Florian Kopp
Brasilien: Familie Roloff ist eine von vielen Tausenden Kleinbauerfamilien, die von CAPA unterstützt werden © Florian Kopp
Brasilien: Familie Roloff ist eine von vielen Tausenden Kleinbauerfamilien, die von CAPA unterstützt werden © Florian Kopp
Brasilien: Familie Roloff ist eine von vielen Tausenden Kleinbauerfamilien, die von CAPA unterstützt werden © Florian Kopp
Brasilien: Das frische Obst und Gemüse wird von Familie Roloff direkt in den Kindergarten Schneewittchen geliefert © Florian Kopp
Brasilien: Köchin Claudia Schiavon freut sich, den Kindern täglich schmackhafte und nährstoffreiche Nahrung zubereiten zu können © Florian Kopp
Brasilien: Der zweijährige Derick lässt sich das Mittagessen schmecken. Er liebt Gemüse! © Florian Kopp
Brasilien: Für ihren Jüngsten kocht Brunilda Coutinho viel Obst und Gemüse vom Biomarkt. Derick schmeckt das ausgezeichnet © Florian Kopp
Brasilien: Koordinatorin und Mitbegründerin von CAPA Rita Surita sieht Kooperativen und ökologischen Landbau als Grundpfeiler der ländlichen Entwicklung an © Florian Kopp
Brasilien: Mit Unterstützung von CAPA entstand in den drei südbrasilianischen Bundesstaten ein breites Netzwerk für eine alternative Versorgung mit Lebensmitteln: Kooperativen, Bauernmärkte und Bioläden gehören dazu © Florian Kopp
Brasilien: Mit Unterstützung von CAPA entstand in den drei südbrasilianischen Bundesstaten ein breites Netzwerk für eine alternative Versorgung mit Lebensmitteln: Kooperativen, Bauernmärkte und Bioläden gehören dazu © Florian Kopp

Gesundes Essen für alle

Aufgrund der Macht der Agrarkonzerne ist das größte Land Südamerikas Weltmeister in der Nutzung von Pestiziden. Doch es regt sich Widerstand: Ganz im Süden des Landes hat CAPA, eine Partnerorganisation von Brot für die Welt, ein Netzwerk von Öko-Betrieben aufgebaut. Dank erfolgreicher Lobbyarbeit versorgen diese inzwischen auch städtische Schulen und Kindergärten mit gesunden Lebensmitteln.


Partnerorganisation: Centro de Apoio ao Pequeno Agricultor, CAPA

„Hallo Tomate!“, sagt die grüne Handpuppe. „Hallo Apfel!“, entgegnet die rote. Was dann folgt, ist eine laute Unterhaltung zwischen den beiden Filzgestalten, denen der zweijährige Derick fantasievoll Leben verleiht. So lustig kann das Thema gesunde Ernährung sein, zumindest wenn man so engagiert und einfallsreich ist, wie die Erzieherinnen im Kindergarten „Schneewittchen“ in der südbrasilianischen Kleinstadt Canguçu. Ein Klopfen an der Tür unterbricht das fröhliche Treiben. Die Mitglieder der Kooperative União liefern ihre Waren für das Mittagessen frisch vom Feld an. Knackige Salate, Pfirsiche mit roten Bäckchen und frische Karotten werden in die Speisekammer getragen, wo Köchin Claudia Schiavon sie flink am richtigen Platz verstaut.

Claudia Schiavon ist selbst auf dem Land groß geworden. Dass sie im Kindergarten Bioprodukte aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft verarbeiten kann, findet sie großartig: „Sie sind immer frisch, haben mehr Nährstoffe und schmecken viel besser als das Zeug aus dem Supermarkt“, sagt Frau Schiavon. „So lernen die Kinder von klein auf, sich gesund zu ernähren. Damit legen wir den Grundstein für ihr weiteres Leben.“

Regional und biologisch

Eine ganze Generation wurde mit nährstoffarmem Billigessen abgespeist. Dass das ein Ende hatte, ist der Lobbyarbeit des Zentrums zur Unterstützung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft (Centro de Apoio ao Pequeno Agricultor, kurz CAPA) in Pelotas zu verdanken. Die im Schoß der lutherischen Kirche gegründete und von Brot für die Welt geförderte Organisation leistete Pionierarbeit. Sie unterstützt Bauernfamilien in Südbrasilien beim ökologischen Anbau, bei der Weiterverarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte. Mit Unterstützung von CAPA entstand in den drei südbrasilianischen Bundesstaten ein breites Netzwerk für eine alternative Versorgung mit Lebensmitteln: Kooperativen, Bauernmärkte und Bioläden gehören dazu. Doch erst das Schulspeisungsgesetz von 2009 katapultierte die Biolandwirtschaft aus der Nische heraus mitten in die Gesellschaft und machte gesunde Ernährung auch ärmeren Gesellschaftsschichten zugänglich.

Dem Teufelskreis der Armut entkommen

„Große Agrarkonzerne versuchen, den Bauernfamilien Monokulturen wie Soja oder Eukalyptus aufzuschwatzen“, sagt Rita Surita, Leiterin des Regionalbüros von CAPA in Pelotas. Die Vorgehensweise ist stets die gleiche: Die Konzerne stellen den Bauern ihre Technologiepakete zur Verfügung. Im Gegenzug garantieren sie ihnen die Abnahme der Ernte – allerdings nur zu einem von ihnen festgesetzten Preis. In den drei Bundesstaaten, in denen CAPA tätig ist, haben die Konzerne es aber längst nicht so einfach wie anderswo, denn hier wissen die Bauernfamilien dank CAPA, wie gefährlich diese Abhängigkeit ist. Und auch die Verbraucherinnen und Verbraucher sind anspruchsvoller. Und zwar nicht nur die gesundheitsbewusste, kaufkräftige Oberschicht, sondern auch die Geringverdienenden.

So wie Brunilda Coutinho, die Mutter von Derick, dem kleinen „Puppenspieler“ aus dem Kindergarten. Die Witwe wohnt mit ihrem Sohn in einem bescheidenen Backsteinhäuschen am Rande der Stadt. Das Geld ist knapp, aber am Essen wird nicht gespart. „Derick liebt Orangen, Tomaten und Gemüsesuppe, und ich sehe, wie gut ihm diese Dinge tun. Er ist viel aufgeweckter und weiter entwickelt als sein Bruder das damals war. Aber heute weiß ich eben auch viel besser über gesunde Ernährung Bescheid“, sagt Coutinho.

Gesundes Essen für alle: Multimedia-Reportage

Projektstatus: laufend

Spenden: Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, dann wählen Sie bitte beim Spendenzweck "Ernährung sichern". Vielen Dank!

Kostenbeispiele
€40 = Gemüsesamen-Mischung für zwei Familien
€92 = Monatliche Benzinkosten einer Kooperative für den Transport von Waren auf den Ökomarkt in Pelotas
€303 = Fortbildungsseminar für 30 Landwirtinnen und Landwirte in Pelotas (inkl. Fahrt, Material und Verpflegung)

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  • Brasilien: Im Kindergarten Schneewittchen kommt nicht nur jeden Tag gesundes Bioessen aus lokalem Anbau auf den Tisch, die Kinder beschäftigen sich auch spielerisch mit gesunder Ernährung © Florian Kopp
  • Brasilien: Kleinbauer Nilo Schiavon setzt auf Bio-Obst und -Gemüse. Besonders stolz ist er auf seine Kohlköpfe © Florian Kopp
  • Brasilien: Familie Roloff ist eine von vielen Tausenden Kleinbauerfamilien, die von CAPA unterstützt werden © Florian Kopp
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  • Brasilien: Das frische Obst und Gemüse wird von Familie Roloff direkt in den Kindergarten Schneewittchen geliefert © Florian Kopp
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  • Brasilien: Mit Unterstützung von CAPA entstand in den drei südbrasilianischen Bundesstaten ein breites Netzwerk für eine alternative Versorgung mit Lebensmitteln: Kooperativen, Bauernmärkte und Bioläden gehören dazu © Florian Kopp
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