Unser tägliches Brot ist:
Der Duft der Unabhängigkeit

Georgien: Die 27-jährige Danelia Chatuna arbeitet seit über einem Jahr im "Eichhörnchen Cafe" in Tiflis © Joanna Kinberger
Georgien: In den Integrationszenten werden Jugendliche und junge Erwachsene mithilfe unterschiedlicher Therapieformen behandelt und auf ein eigenständiges Leben vorbereitet © Uta Wagner
Georgien: Das Team des "Eichhörnchen Cafes" © Joanna Kinberger
Georgien: Das Sortiment der Backstube umfasst verschiedene Brotsorten, lokale Spezialitäten, Kekse und Plundergebäck © Joanna Kinberger
Georgien: Im heilpädagogischen Tageszentrum werden Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region betreut © Uta Wagner
Georgien: Gemeinsames Basteln im RHEA-Integrationszentrum © Joanna Kinberger
Georgien: Gemeinsames Basteln im RHEA-Integrationszentrum © Joanna Kinberger
Georgien: Gemeinsames Basteln im RHEA-Integrationszentrum © Joanna Kinberger
Georgien: Mit unterschiedlichen Kursen und Workshops - hier in der Tischlerei - sollen junge Menschen ausgebildet und anschließend am Arbeitsmarkt integriert werden © Joanna Kinberger
Georgien: Gemeinsame Herstellung eines Flachsteppichs © Uta Wagner
Georgien: Jugendliche helfen Tschurtschchela herzustellen © Uta Wagner

Der Duft der Unabhängigkeit

Mit Ausbildungsplätzen und Arbeit verhilft RHEA jungen Menschen mit Behinderungen zu einem selbstbestimmten Leben und fördert Inklusion.


Partnerorganisation: Women’s Union RHEA, Georgien

Es duftet nach frischem Kaffee und Gebäck, Menschen unterhalten sich angeregt über den letzten Tratsch, zwischendurch das Surren der Kaffemaschine und das Klirren von Geschirr.

"Darf ich Ihnen noch etwas bringen?", fragt Khatuna Danelia. Sie ist 27 Jahre alt und arbeitet seit über einem Jahr im "RHEA's Sqirrels" (RHEAs Eichhörnchen), einem Sozialcafe der Brot für die Welt-Partnerorganisation „Women’s Union RHEA“ (RHEA) in Tiflis, Georgien.

Dass Khatuna im Cafe arbeitet, ist nicht selbstverständlich. Wie viele Menschen mit Behinderungen - vor allem in Ländern des globalen Südens - lebte auch Khatuna jahrelang marginalisiert und isoliert am Rande der Gesellschaft, weit weg von gesellschaftlicher und rechtlicher Gleichstellung. Vom Bildungssystem ausgeschlossen fehlen besonders Menschen mit intellektuellen Behinderungen häufig berufliche Qualifikationen, die ihnen Arbeit, Einkommen und damit ein eigenständiges Leben ermöglichen würden. Menschen mit intellektuellen Behinderungen sind daher besonders von Armut gefährdet.   

RHEA setzt sich seit 2001 in Tiflis und anderen Regionen Georgiens dafür ein, dass junge Menschen mit intellektuellen Behinderungen eine faire Chance auf ein selbstbestimmtes Leben bekommen. Mittlerweile betreibt RHEA vier Integrationszentren, in denen neben heilpädagogischer Betreuung und Sozialberatung berufliche Aus- und Fortbildung angeboten wird. So können die jungen Menschen Tischlerei-, Töpferei-, Weberei- oder Kochkurse absolvieren. Ziel von RHEA ist es, Jugendlichen mit intellektuellen Behinderungen Berufsbildungsmöglichkeiten sowie Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen und sie in den öffentlichen Arbeitsmarkt zu integrieren.

Soziale Kontakte, Freundschaften und Anerkennung

„RHEAs Eichhörnchen“ ist ein Beispiel für die Arbeit der Organisation. Das Cafe mit integrierter Bäckerei bietet Trainings- und Lehrplätze für junge Menschen mit intellektuellen Behinderungen. Sie haben die Möglichkeit, eine Lehre zu absolvieren und durch die Arbeit in der Küche, der Backstube oder dem Service wertvolle (Arbeits-)Erfahrung zu sammeln. Khatuna ist eine von ihnen. Aufgrund ihrer Behinderung lebte sie viele Jahre zurückgezogen bei ihren Eltern. Durch die Förderung von RHEA arbeitet Khatuna heute gemeinsam mit anderen Frauen mit Behinderungen im Cafe. Sie serviert, räumt das Geschirr ab und kommt in Kontakt mit der Kundschaft aus dem Viertel. Durch die Arbeit verfügt Khatuna nun über ein eigenes Einkommen - ein erster Schritt in ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben.  

Das Projekt verhilft den jungen Menschen aber nicht nur zu einem eigenen Einkommen und dadurch zu einem selbstbestimmten Leben. Durch den sozialen Kontakt im Cafe wird die Isolation durchbrochen und sie erhalten  Respekt und Anerkennung von ihrem Umfeld. Das trägt nicht nur zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins bei, sondern führt auch zu einer allgemeinen Steigerung der Lebensqualität. Es werden Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen.

Gleichzeitig leistet das Projekt darüber hinaus einen wichtigen Beitrag dazu, dass Vorurteile und Ängste gegenüber Menschen mit Behinderungen abgebaut werden. Die Eltern von Khatuna sind beeindruckt von den Fähigkeiten ihrer Tochter. Zum ersten Mal sind sie so richtig stolz auf sie. Und Khatuna genießt ihre neu gewonnene Freiheit und Unabhängikeit.

Siehe auch (Aus)Bildung für Jugendliche mit Behinderungen
Siehe auch Arbeit für Jugendliche mit intellektuellen Behinderungen

Projektstatus: laufend

Spenden: Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, dann wählen Sie bitte beim Spendenzweck "Inklusion [er]leben". Vielen Dank!

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Finanziert durch: Österreichische Entwicklungszusammenarbeit und Spenden

  • Georgien: Die 27-jährige Danelia Chatuna arbeitet seit über einem Jahr im "Eichhörnchen Cafe" in Tiflis © Joanna Kinberger
  • Georgien: In den Integrationszenten werden Jugendliche und junge Erwachsene mithilfe unterschiedlicher Therapieformen behandelt und auf ein eigenständiges Leben vorbereitet © Uta Wagner
  • Georgien: Das Team des "Eichhörnchen Cafes" © Joanna Kinberger
  • Georgien: Das Sortiment der Backstube umfasst verschiedene Brotsorten, lokale Spezialitäten, Kekse und Plundergebäck © Joanna Kinberger
  • Georgien: Im heilpädagogischen Tageszentrum werden Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region betreut © Uta Wagner
  • Georgien: Gemeinsames Basteln im RHEA-Integrationszentrum © Joanna Kinberger
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  • Georgien: Mit unterschiedlichen Kursen und Workshops - hier in der Tischlerei - sollen junge Menschen ausgebildet und anschließend am Arbeitsmarkt integriert werden © Joanna Kinberger
  • Georgien: Gemeinsame Herstellung eines Flachsteppichs © Uta Wagner
  • Georgien: Jugendliche helfen Tschurtschchela herzustellen © Uta Wagner

"Für mehr als 20 Jugendliche werden in dem Cafe Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen."

Ihre AnsprechpartnerInnen


Frau Magª
Doris ROSENMAYR
Spendeninformation
Tel.:
+43 (0) 1/402 67 54-1109

Frau
Joanna KINBERGER
Projektinformation
Tel.:
+43 (0) 1/ 402 67 54-3003