Als Starthilfe hat Aster Semtets Familie Getreide- und Gemüsesamen und vier Schafe bekommen. Die Schafe bekamen Lämmer - diese konnten verkauft und ein Ochse angeschafft werden.
© Siegfried Modola/Brot für die Welt
Durch vielfältigen Anbau haben Kleinbauernfamilien im Südwesten Äthiopiens heute ausreichendes und gesundes Essen. Überschüsse können sogar verkauft werden. Unterstützt wurden sie von der lokalen Partnerorganisation von Brot für die Welt.
Auf Aster Semtets Hof wachsen Ensete-Stauden dicht an dicht, nahezu wie ein undruchdringarer Wald. Aus diesen gewinnt sie Brei, um daraus später Brote zu backen. Aster Semtet ist heute erfolgreiche Kleinbäuerin, neben Taro und Ensete hat sie verschiedene Gemüse gepflanzt. Sie hat allerhand Wissen aufgesogen darüber, wie traditionelle und neue Gemüsesorten am besten angebaut werden können, wie Kleintiere am besten gehalten werden, oder auch wie sie selber Kompost herstellen kann. Vermittelt wurde das alles in einem Projekt, dass die Evangelische Kirche Mekane Yesus mit Unterstützung von Brot für die Welt umsetzt.
Aster Semtet lebt mit ihrem Mann Tafese Zeini und ihren sechs Kinder im Dorf Wode im abgelegenen Südwesten Äthiopiens. Die Gegend ist zwar grün und fruchtbar - vom Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahre ist hier aber noch nichts angekommen. Vielen Menschen fehlt der Zugang zu sauberem Wasser, es gibt kaum Strom und zu wenige Schulen.
"Manchmal wussten wir nicht, was wir unseren Kindern am nächsten Tag zu essen geben sollten", erinnert sich Aster Semtet zurück. Mit dem Taro, der "Wasserbrotwurzel" und der Ensete war die Ernährung sehr einseitig. Auch konnte mit diesen Nahrungspflanzen kaum ein Einkommen erzielt werden. Investitionen in die Zukunft, wie zum Beispiel die Anschaffung von Schulbüchern, waren nicht möglich.
Das änderte sich, als Aster Semtet am Projekt teilnahm. Als Starthilfe erhielt ihre Familie Getreide- und Gemüsesamen und vier Schafe. Die Schafe bekamen Lämmer, vom Geld aus dem Verkauf hat die Familie einen Ochsen angeschafft, der nun die Felder pflügt. Gegessen werden nun auch Kartoffeln, Kohl, Mais und Avocado. Was nicht selbst benötigt wird, kann am Markt verkauft werden. Die Töchter machen sich mittlerweile jeden Tag nach Hausarbeit und Frühstück auf den Weg zur Schule, auch ihre Schulbücher haben sie dabei. Neben dem alten Rundhaus steht inzwischen ein neues Haus.
„Meine Kinder können Lehrer, Ärztinnen, Verkehrspolizisten oder Agrarwissenschaftlerinnen werden“, sagt Aster Semtet. Sie selbst hat bereits Pläne, wie sie ihren Hof weiter bewirtschaftet und zu voller Blüte bringt. „Ich bin nicht mehr arm. Ich fühle mich stark. Ich habe jetzt Ziele, und ich werde noch härter arbeiten, um diese zu erreichen.“
Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.
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